25. Februar 2026

PERSPEKTIVEN TEILEN, EMPATHIE SCHAFFEN: ROUTEN-WORKSHOP AN DER HARDENSTEIN-GESAMTSCHULE

In zwei intensiven Workshops an der Hardenstein-Gesamtschule in Witten stand das Thema Fluchtmigration im Mittelpunkt.

Insgesamt 44 Schüler:innen setzten sich mit den Lebenswegen von Menschen auseinander, die ihre Heimat verlassen mussten. Als Expertin begleitete uns die Autorin Trina Mansoor, die ihre bewegende Geschichte teilte. Trina, 1989 in Afghanistan geboren, floh als Kind nach Pakistan, wo ihre Eltern aufgrund ihres Einsatzes für Bildung und Demokratie ermordet wurden. Aufgewachsen in den Niederlanden, lebt sie heute in Deutschland und findet in ihren Texten Worte für das Unaussprechliche.

Digitales Lernen und menschliche Begegnung

Der Workshop über Fluchtursachen und -routen kombinierte den Einsatz von iPads zur Arbeit an Landkarten mit tiefem persönlichen Austausch. Besonders die Bearbeitung der digitalen Landkarten erwies sich als voller Erfolg: Die Schüler:innen arbeiteten motiviert und technisch sicher an den Routen, was den Einstieg in das komplexe Thema erleichterte.

Besonders berührend war die emotionale Offenheit der Schüler:innen. Unter den Teilnehmenden waren auch Betroffene aus Syrien, der Ukraine und der jesidischen Gemeinschaft, die teilweise ihre eigenen Erfahrungen mit der Gruppe teilten.

Im Gespräch mit Trina stellten die Jugendlichen außerdem mutige Fragen zu sensiblen Themen wie Depression und sexualisierter Gewalt. Dabei wurde deutlich, dass der Workshop weit über reine Wissensvermittlung hinausging.

Auch die Lehrkräfte zeigten sich sehr zufrieden mit der Durchführung und der aktiven Beteiligung. Beide Workshops an der Hardenstein-Gesamtschule haben gezeigt, dass persönliche Geschichten und der direkte Dialog der Schlüssel sind, um Flucht als menschliche Realität begreifbar zu machen.

Routen – Geschichten von Menschen auf der Flucht wird unterstützt von: