4. Mai 2026 – BILDUNG
Wie lässt sich Demokratie für junge Menschen greifbar machen? Nicht als theoretisches Konstrukt, sondern als etwas, das ihren Alltag prägt und von dem sie selbst ein aktiver Teil sind? Darum ging es am 17. April 2026 im COMEDIA Theater Köln bei der Veranstaltung „Meine Stimme zählt – Demokratie gemeinsam erleben“, von der auch HÁWAR.help ein Teil war.
Rund 200 Schüler:innen sind zusammengekommen, um ihre Perspektiven einzubringen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Organisiert wurde das Event von der Initiative „Meine Stimme zählt“ – ein gemeinsames Projekt der Bundesschülerkonferenz, des Lehrstuhl für Sozialethik der Universität Bonn und der Bildungsinitiative GermanDream.

Eröffnungsrede des Demokratietags

Workshop-Gruppen
Mit dem Projekt „Routen – Geschichten von Menschen auf der Flucht“ war auch HÁWAR.help vor Ort. Gemeinsam mit unserer Protagonistin Trina Mansoor haben wir einen Workshop gestaltet, der persönliche Fluchterfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen verbunden hat.
Zu Beginn setzten sich die Teilnehmenden aktiv mit dem Thema Flucht auseinander: Was sind Fluchtursachen? Welche Wege nehmen Menschen auf sich? Und welchen Risiken sind sie dabei ausgesetzt?
Anschließend teilte Trina ihre persönliche Geschichte. 1989 in Afghanistan geboren, musste sie bereits als Kind fliehen. 1996 erreichte sie mit ihrer Familie Pakistan, wo ihre Eltern wenige Jahre später aufgrund ihres Einsatzes für Bildung und Demokratie ermordet wurden. Trina wuchs anschließend unter schwierigen Bedingungen in den Niederlanden auf und lebt heute in Deutschland, wo sie ihre Erfahrungen in Texten verarbeitet.

Teilnehmer:innen hören einander zu

Workshop-Protagonistin Trina Mansoor
Trinas Erzählung hat viele der Schüler:innen tief bewegt. Es entstand ein Moment des echten Zuhörens und des Verstehens. Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie aus dem Workshop mitnehme, wie wichtig Dankbarkeit ist.
Auch für Trina war der Workshop ein bedeutender Moment. Der direkte Austausch mit den Jugendlichen und ihr ehrliches Interesse haben sie berührt. Zum Abschluss gab sie ihnen eine klare Botschaft mit: „Es ist wichtig, miteinander und füreinander zu kämpfen. Hass war für mich nie ein Ausweg.“
Der Demokratietag hat gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen aktiv einzubeziehen und ihnen Räume für Austausch und Mitgestaltung zu geben. Demokratie wird dann greifbar, wenn sie erlebt werden kann – durch Begegnungen, durch Geschichten und durch das Teilen von Perspektiven.
Ein großes Dankeschön an alle Organisator:innen, Partner und Beteiligten, die diesen Tag möglich gemacht haben, an Trina für das Teilen ihrer Geschichte und vor allem an die Schüler:innen, die mit ihren Fragen, Gedanken und Stimmen diesen Workshop bereichert haben.
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Routen – Geschichten von Menschen auf der Flucht wird unterstützt von: